Interview mit Dr. Ludger Meyer

Die Macht der eigenen Schönheit wird in unserer schnelllebigen Zeit immer wichtiger. Kein Plakat, kaum ein Instagram-Account und keine TV-Werbung zeigt die wahre Schönheit einer Frau oder eines Mannes. Extreme Taille, übergroße Oberweiten, Konfektionsgröße 38 zählt zu den „Kurvigen Modells“ und Blond ist angeblich die Haarfarbe, die alle jünger wirken lässt.

Während der BUNTE BEAUTY DAYs – über die ich berichtet habe – HIER – bin ich Dr. Meyer begegnet. Nun mehr 10 Jahre ist er Plastischer Chirurg in München mit der wunderschönen Praxis VILLA BELLA.

Sein überaus interessanter Vortrag hat mich dazu bewegt, ihn persönlich anzusprechen und um ein Interview zu bitten.

Herr Dr. Meyer zählt zu den bekanntesten Ärzten in München und weit über die Grenzen von Deutschland hinaus. Er ist charmant, authentisch und genau der Richtige, um in der beliebten Serie Männer 50plus uns ein bisschen mehr Einblick zu gewähren, was in seiner Praxis, auch ohne Skalpell, möglich ist. Vor zwei Wochen war ich zum Interview bei Dr. Mayer in seiner Praxis in München. Viel Freude beim Lesen.

Übrigens, wer zum Thema Plastische Chirguie Fragen hat, kann sich jederzeit ohne Hemmungen an das freundliche Praxis Team wenden – gerne mit Bezug auf dieses Interview.

Martina Berg:
Herr Dr. Meyer, Sie haben nunmehr über 10 Jahre eine wundervolle Praxis in München. Welche Schönheits-Optimierungen sind bei Ihnen am meisten gefragt?

Dr. Ludger Meyer:
Als Brustexperte werden bei mir sehr häufig Brustoperationen nachgefragt. Es können junge Frauen sein, bei denen viel zu kleine Brüste oder asymmetrische Brüste angelegt sind. Es können Patientinnen im besten „Mittelalter“ nach Schwangerschaft und Stillzeit sein. Oder die ältere Patientin, die eine Bruststraffung wünscht.

Martina Berg:
Wann sagen Sie nein, wenn die Wünsche einer Patientin zu extrem werden?

Dr. Ludger Meyer:
Ich weiß, es gibt extreme Fragestellungen und Wünsche da draußen. Aber wir sehen dies in unserer Praxis nicht. Zu mir kommen in der Regel tolle Patienten, die lange über ihre Entscheidung nachgedacht haben und sich dabei auch absolut Vernünftiges wünschen. Extreme Wünsche, wo ich dann mal die Reißleine ziehen muss, haben wir also sehr selten in unserem Praxis-Alltag.

Martina Berg:
Ihr Vortrag während der BUNTE BEAUTY DAY’s und in Ihrer Praxis zum Thema Lasertechnik hat mich besonders beeindruckt. Wie kamen Sie darauf, sich der Lasertechnik zu widmen?

Dr. Ludger Meyer:
Viele Patienten haben zehn Mal häufiger nach Eingriffen, Techniken oder Lösungsmöglichkeiten gefragt, die nicht große Schnittmethoden beinhalten. Weg vom Skalpell – war der Wunsch. Wenn man diese Frage so häufig gestellt bekommt, denkt automatisch darüber nach: „Was kann ich denn meinen Patienten anbieten?“

Dann folgte viel Recherchearbeit – was sind hervorragend wirksame und gleichzeitig wenig verletzende Lösungen? Viele meiner Kollegen, zumindest in Deutschland, haben sich diese Frage noch nicht gestellt.

Das Interessante ist, dass diese chirurgische Lasertechniken, mit denen wir in der Villa Bella nun schon seit vielen Jahren arbeiten, in den USA zu 70 % von Plastischen Chirurgen verwendet werden. Das heißt also, die Kollegen in den USA haben längst verstanden, dass sich der Markt weg bewegt vom Skalpell.

Martina Berg:
Welche Möglichkeiten bietet diese Technik, um eine OP zu umgehen?

Dr. Ludger Meyer:
Die Lasertechniken bieten in vielen Fällen sogar die Möglichkeit, eine OP nicht nur zu umgehen, sondern komplett zu ersetzen. Nehmen wir also zum Beispiel eine Oberarmstraffung. Früher war es ein relativ großer chirurgischer Eingriff mit einem Schnitt vom Ellenbogen bis zur Achselhöhle und einer langen Narbe von 35 cm. Heute benötigen wir mit der Lasertechnik einen kleinen Schnitt von 3 Millimetern (!) Länge in der Nähe des Ellbogen. Das ist so dramatisch anders als die bisherige OP – auch für den Erhalt der Diskretion des Patienten.

Ähnliches gilt für das Facelifting. Auch hier operieren wir kaum noch. Denn wer möchte schon verräterische Narben haben? Wer will das Risiko eines operativen Facelifts? Fantastische und sehr natürliche Resultate können hier mit dem Laser-Facelift erzielt werden. Es ist ganz eindeutig der Trend der Plastischen Chirurgie: Natürliche Ergebnisse, keine Narben, weniger Ausfallzeit.

Martina Berg:
Ihre Patienten kommen aus nah und sehr fern. Wie werden Ihre Patienten auf Sie aufmerksam?

Dr. Ludger Meyer:
Im Vergleich zu den Kollegen, haben wir ein hohes Maß an Erfahrung mit der Laser-Technik. Das hat sich bundesweit und auch in den angrenzenden Staaten – wie Holland, Österreich, Schweiz und Luxemburg – herumgesprochen hat. Wir sind also für diese Techniken der chirurgischen Lasertechniken in Mitteleuropa eine bekannte Adresse geworden.

Fast 40 % unserer Patienten kommen übrigens auf Empfehlungsbasis. Unsere Patienten schätzen die qualifizierte Beratung und schenken uns ihr Vertrauen. Denn es ist bekannt, dass wir nicht als erste Maßnahme operieren, was leider bei anderen Kollegen viel zu häufig passiert.

Martina Berg:
Wie hoch ist eigentlich der prozentuelle Anteil Ihrer männlichen Patienten? Kommen eher jüngere oder auch Herren der älteren Generation zu Ihnen?

Dr. Ludger Meyer:
Dadurch, dass wir in der Villa Bella mit der Laser-Technik arbeiten, die hervorragend wirksam sind, aber viel weniger verletzend sind als das Skalpell, ist der Anteil beim laserbasierten Facelift von 30 % an männlichen Patienten. Das macht uns sehr stolz. Bezüglich des Alters verteilt sich das Ganze gleichmäßig über die Jahrzehnte.

Bei den Männern nimmt es ja zum Glück zu, dass Sie Wert auf Ästhetik legen. Statistiken unserer Fachgesellschaft besagen, dass der Anteil der männlichen Patienten stark ansteigt. 13/14 % sind da momentan die aktuellen Zahlen aus 2017.

Martina Berg:
Noch eine persönliche Frage: Wann wussten Sie, dass Ihre Berufung die Plastische Chirurgie ist?

Dr. Ludger Meyer:
Ich wusste als Dreijähriger, dass ich Arzt werden wollte. Ich hatte eine kleinen roten Plastik-Arztkoffer geschenkt bekommen. Alle Familienmitglieder wurden von mir am Küchentisch „operiert“. Das mit dem Arztberuf schien mir also in die Wiege gelegt worden zu sein. In der Medizin war und ist für mich heute die Chirurgie immer noch das Faszinierendste – also dieses Anpacken und Gestalten, dieses aktive Mitarbeiten an Resultaten. Das ist der Inhalt von meiner Auffassung von Medizin.

Ich war 18 Jahre lang im universitären Bereich in Großkliniken. 10 Jahre in München in Großhadern. Außerdem habe ich zwei Fachärzte gemacht: Erstmal in der Chirurgie und dann die Spezialisierung in der Plastischen Chirurgie. Und heute noch bin ich glücklich darüber und möchte zumindest im professionellen Sinne uralt damit werden.

Lieber Herr Dr. Meyer, vielen Dank für das interessante Gespräch und den Einblick in Ihre Praxis. Und nochmals alle guten Wünsche zum 10jährigen Jubiläum der VILLA BELLA.

Der Charakter ruht auf der Persönlichkeit,
nicht auf den Talenten.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Jetzt bin ich sehr gespannt, wie Dir mein Blick in die Welt der Plastischen Chirurgie gefallen hat.

Bleibt mir gewogen – bis ganz bald!
Herzlichst
Eure
MARTINA BERG